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Tag 21-25, St. Petersburg

September 26, 2013

Tag 21, 2.8, Tallinn-St. Petersburg

Um 8Uhr nahm ich den Bus heraus aus Tallinn und 20 Minuten später konnte ich das erste mal in meinem Leben ein einem LKW mitfahren. Der Fahrer Andrei zeigte mir ein lustiges Straßenschild, das auf alte Menschen aufmerksam machen soll und setzte mich 80km vor Narva, die estnische Grenzstadt an der Russischen Grenze, ab.

Leider brauchte ich für diese 80km vier lange Stunden. Sogar Andrei fuhr noch einmal an mir vorbei, aber er musste nur ein paar Kilometer weiter etwas abladen.

Die Grenze dann zu überqueren war wirklich ein Witz – wie damals in den Iran habe ich mir wohl einige Strapazen vorgestellt.

Sodann startete ich Richtung Sankt Petersburg und wurde zuerst in eine 25km entfernte Stadt gefahren. Von dort wurde ich im Opel Zafira von Vladimir, der Deutsch sprechen konnte, die gesamte Strecke bis Sankt Petersburg. So konnte ich dann auch gut den Russischen Verkehr am eigenen Körper kennenlernen. Das bedeutet 100km/h schneller zu fahren oder lebensgefährliche Überholmanöver: Man darf scheinbar nicht überholen, bis man fast die Stoßstange des Vorderfahrzeuges berührt. Wenn dieses ein LKW ist, kommt noch Hoffnung hinzu, dass die Gegenspur einigermaßen frei ist.

Ich erreichte jedenfalls Sankt Petersburg lebend und konnte mir an den witzigen russischen Geldautomaten die Zähne ausbeißen. Nachdem einschieben der Kreditkarte kommt die Frage (ich habe es bei einigen Banken mit demselben Ergebnis ausprobiert), ob es in Russisch oder Englisch weitergehen soll. Als jemand, der zwar kyrillisch lesen kann, aber kein Deut davon versteht, wählt natürlich wie jeder Tourist auch Englisch. Aber anscheinend können die Automaten kein Englisch und machen einfach auf Russisch weiter.

An der Metrostation Pionierskaya holte mich dann L. ab und sie stellte mir sogar ein Mountainbike zur Verfügung, sodass ich den verrückten Verkehr auch mit dem Fahrrad erfahren durfte.

Tag 22, 3.8, Piter

Morgens besuchte ich die Spas ni Korvi (Auferstehungskirche), die von außen sehr kunstvolle Zwiebeltürme hat und die Sankt Isaak Kathedrale.

Da L. abends eine Art Austellung hatte, begaben wir uns nachmittags zu ihrer Galerie – mit dem Fahrrad. Und so extrem extrem war der Verkehr von Piter (wie die Russen St. Petersburg liebevoll nennen) nicht. Allerdings habe ich keine anderen Fahrrad während der 30 minütigen Fahrt gesehen.

Ich sollte dann über meine Reise berichten, sie präsentierte dann eine Fahrradtour um Düsseldorf und zum Schluss schauten wir Wim Wenders’ Alice in den Städten

Tag 23, 4.8, Piter

Da ich schon einmal in Sankt Petersburg war, wollte ich mir natürlich auch die Eremitage anschauen. Da ich Student war, konnte ich sogar kostenlos die Kunstwerke genießen. Ich fand es klasse, nach langer Zeit wieder einfach durch diese gigantische Museum und die Kunstwerke und Innenarchitektur zu genießen.

Nachts fuhren L. und ich dann noch einmal in die Stadt um die offenen Klappbrücken anzuschauen. Es ist eine Jahrhundert alte Tradition, dass sich zu bestimmten Zeiten bestimmte Brücken öffnen, damit die großen Schiffe in die Ostsee auslaufen können oder in Piters Häfen einlaufen können.

Tag 24, 5.8, Piter/Peterhof

Leider konnte mich der Peterhof nicht wirklich beeindrucken. Der Goldene Palast war nicht schlecht, aber die Parks waren eher langweilig und der Springbrunnen hat diesen Eindruck nicht verbessert.

Wenigstens war der Bahnhof Petrovorets hübsch.

Tag 25, 6.8, Piter

Ich lief wieder ein wenig durch Piter und besichtigte die Kolonnade der St. Isaak Kathedrale, die ich beim ersten Mal nur von außen anschaute. Obwohl es wolkig war, hatte man doch einen recht guten Blick über die Stadt. Danach ging ich zum Marsfeld mit seiner Ewigen Flamme und nachdem ich die Neva überquerte begab ich mich zur Peter und Paul Festung.

Abschließend machte ich noch eine Tour zu den schönsten und kunstvollsten Metrostationen bevor ich dann bei L. schmackhafte Oladuschki (Russische Eierkuchen) aß.

<Vorheriger (Tallinn)Nächster (Moskau)>

<Vorheriger (Tallinn)Nächster (Moskau)>

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